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Schärfentiefe-Rechner

Finden Sie heraus, wie viel Ihrer Szene ausreichend scharf wird und welche Hyperfokaldistanz zur Landschaft passt, aus Sensorgröße, Brennweite, Blende und Entfernung

Läuft in Ihrem Browser: Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät

Kamera- und Objektiveinstellungen

mm
f/
m

Muss größer als die Brennweite sein. Beim Wechsel der Einheit wird der Wert umgerechnet.

Ihr Ergebnis
Schärfentiefe gesamt
5,77 m
3,43 m – 9,21 m
Schärfebereich, von der Kamera bis zum Hintergrund
0 10,3 m
Ausreichend scharf Fokusentfernung
Hyperfokaldistanz
10,9 m

Fokussieren Sie auf 10,9 m, dann bleibt alles von 5,44 m bis unendlich ausreichend scharf

Nahpunkt
3,43 m
Fernpunkt
9,21 m
Vor dem Motiv
1,57 m
27%
Hinter dem Motiv
4,21 m
73%
Zerstreuungskreis
28,8 µm
d ÷ 1500
Sensor
36 × 24 mm
Diagonale 43,3 mm · Cropfaktor 1,00
Beugungsprüfung

Airy-Scheibchen etwa 10,7 µm, kleiner als der Zerstreuungskreis von 28,8 µm: Beugung sollte das Bild bei diesem Maßstab nicht sichtbar weicher machen.

Schätzung nach der Geometrie der dünnen Linse. Echte Objektive, Fokusgenauigkeit und Betrachtungsgröße verschieben, wo die Schärfe endet. Die Grenzen sind eine Planungshilfe, keine Garantie.

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So benutzen Sie den Schärfentiefe-Rechner

  1. Wählen Sie das Sensorformat Ihrer Kamera. Für ein Smartphone oder einen anderen Sensor nehmen Sie „Eigene Größe“ und tragen Breite und Höhe aus dem Datenblatt ein.
  2. Geben Sie die echte Brennweite vom Objektiv ein oder tippen Sie auf einen gängigen Wert. Bei einem Zoom nehmen Sie die am Tubus eingestellte Brennweite.
  3. Stellen Sie die Blende ein, mit der Sie fotografieren wollen. Tippen Sie auf eine gängige Blendenzahl oder geben Sie einen beliebigen Wert ein.
  4. Geben Sie die Entfernung zum Motiv in Metern oder Fuß ein. Beim Wechsel der Einheit wird der eingegebene Wert umgerechnet.
  5. Lesen Sie den Schärfebereich, Nah- und Fernpunkt und den Anteil vor und hinter dem Motiv ab. Für Landschaften drücken Sie die Hyperfokal-Taste und prüfen, ob der Nahpunkt nah genug für den Vordergrund liegt.

Rechenbeispiel: 50-mm-Objektiv am Vollformat

Vollformat, 50 mm, f/8, Fokus auf 5 m, mit dem Standardmaßstab (Sensordiagonale 43,27 mm ÷ 1500 = 28,8 µm Zerstreuungskreis). Die Hyperfokaldistanz beträgt 10,9 m. Der Schärfebereich beginnt bei 3,43 m und endet bei 9,21 m; die Schärfentiefe insgesamt ist also 5,77 m: 1,57 m vor dem Motiv (27 %) und 4,21 m dahinter (73 %).

Drücken Sie die Hyperfokal-Taste, springt der Fokus auf 10,9 m. Der Schärfebereich reicht dann von 5,44 m bis unendlich, ein Motiv in 5 m läge aber vor diesem Bereich. Das ist der Preis der hyperfokalen Einstellung.

Methodik

Die Schärfentiefe ist der Entfernungsbereich, der im fertigen Bild ausreichend scharf wirkt. Streng genommen bildet ein Objektiv nur eine Entfernung exakt scharf ab; nähere und fernere Punkte werden zu kleinen Unschärfescheiben, und „ausreichend“ heißt, dass diese Scheiben kleiner als der Zerstreuungskreis c bleiben. Der Rechner nutzt die üblichen Formeln für die dünne Linse, alle Längen in Millimetern, mit Brennweite f, Blendenzahl N und Fokusentfernung s: Hyperfokaldistanz H = f²/(N·c) + f, Nahpunkt Dn = s(H − f)/(H + s − 2f) und Fernpunkt Df = s(H − f)/(H − s), der ab s ≥ H unendlich wird. Probe mit den Voreinstellungen (50 mm, f/8, c = 28,8 µm, s = 5 m): f²/(N·c) = 10,8 m, also H = 10,9 m, Dn = 3,43 m und Df = 9,21 m.
Der Zerstreuungskreis: c ist ein Schärfemaßstab, kein Naturgesetz. Standard ist die Sensordiagonale geteilt durch 1500, am Vollformat etwa 28,8 µm. „Fein“ teilt durch 1730 (etwa 25,0 µm), ein Verhältnis, das oft Zeiss zugeschrieben wird, dessen Herkunft aber umstritten ist. „Streng“ teilt durch 3000 (am Vollformat etwa 14,4 µm); dieser Wert ist eine Annahme dieses Rechners für große Drucke oder starke Ausschnitte, keine Branchennorm.
Sensorgröße: Der Schärfemaßstab skaliert mit dem Sensor, deshalb zählt der Cropfaktor. Bei gleichem Bildausschnitt und gleicher Blendenzahl liefert ein kleinerer Sensor mehr Schärfentiefe. Der angezeigte Cropfaktor ist die Vollformat-Diagonale (43,27 mm) geteilt durch die Diagonale Ihres Sensors.
Beugung: Abblenden bringt mehr Schärfentiefe, aber auch mehr Beugung. Der Durchmesser des Airy-Scheibchens beträgt grob 2,44 × Wellenlänge × N; der Rechner nimmt 550 nm (grünes Licht) und kommt auf 10,7 µm bei f/8 und 21,5 µm bei f/16. Übersteigt er c, begrenzt die Blende die feinen Details. Das ist eine einfache Faustregel, denn die reale Schärfe hängt auch von Objektiv und Sensor ab.
Grenzen des Verfahrens: Die Formeln beschreiben eine ideale dünne Linse und eine harte Grenze zwischen scharf und unscharf, während reale Schärfe allmählich abfällt. Objektivfehler und Focus Breathing bleiben unberücksichtigt, im Nahbereich weichen die Werte ab, und es kommt darauf an, wie groß Sie das Bild betrachten oder ausschneiden. Prüfen Sie wichtige Aufnahmen mit einem vergrößerten Testbild.

Hyperfokal-Spickzettel und eine Porträt-Lektion

Hyperfokaldistanzen für Vollformat mit dem Standardmaßstab. Fokussieren Sie auf den Wert in der dritten Spalte, dann ist alles von der vierten Spalte bis unendlich ausreichend scharf.

Objektiv (Vollformat)BlendeFokus auf (hyperfokal)Scharf ab
24 mmf/82,52 m1,26 m
24 mmf/111,84 m92,0 cm
35 mmf/85,34 m2,67 m
35 mmf/113,90 m1,95 m
50 mmf/810,9 m5,44 m
85 mmf/5,644,8 m22,4 m

Beim Lesen von oben nach unten fällt auf: Wer ein 24-mm-Objektiv von f/8 auf f/11 abblendet, holt den hyperfokalen Punkt von 2,52 m auf 1,84 m heran; längere Brennweiten schieben ihn weit hinaus, bei 85 mm und f/5,6 ist nichts erfasst, was näher als 22,4 m liegt.

Fall: Marta fotografiert ihre Nichte aus 2 m mit einem 85-mm-Objektiv am Vollformat. Bei f/1,4 zeigt der Rechner nur 4,28 cm Schärfebereich (1,98 m bis 2,02 m); schon ein leichtes Kopfneigen kann ein Auge unscharf werden lassen. Bei f/2,8 verdoppelt sich der Bereich auf 8,57 cm (1,96 m bis 2,04 m), bei f/5,6 sind es 17,2 cm (1,92 m bis 2,09 m). Sie entscheidet sich für f/2,8: beide Augen bleiben scharf, der Hintergrund ist immer noch weich.

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Häufige Fragen

Was ist die Hyperfokaldistanz und wie nutze ich sie? ▼

Das ist die Fokusentfernung, bei der der Fernpunkt im Unendlichen liegt. Fokussieren Sie darauf, ist alles von der halben Entfernung bis unendlich ausreichend scharf. Mit einem 24-mm-Objektiv bei f/8 am Vollformat liegt H bei etwa 2,52 m; fokussieren Sie dorthin, bleibt nach dem Standardmaßstab alles von 1,26 m bis unendlich scharf. Weil der Horizont genau an der Unschärfegrenze liegt, fokussieren manche etwas hinter H, damit ferne Details klarer werden, und nehmen dafür einen weiter entfernten Nahpunkt in Kauf.

Wie gebe ich eine Smartphone-Kamera oder einen ungewöhnlichen Sensor ein? ▼

Wählen Sie „Eigene Größe“ und tragen Sie die echte Sensorbreite und -höhe aus dem Datenblatt ein, dazu die echte Brennweite, nicht das Äquivalent. Viele Hersteller nennen nur das Kleinbild-Äquivalent; teilen Sie es durch den Cropfaktor, um die echte Brennweite zu erhalten. Smartphone-Sensoren sind winzig und ihre echten Brennweiten kurz, daher sind die Hyperfokaldistanzen sehr klein und der Großteil einer Szene ist bei jeder Blende scharf.

Warum zeigen andere Rechner leicht abweichende Werte? ▼

Meist liegt es am Zerstreuungskreis. Manche nehmen die Sensordiagonale ÷ 1500, andere ÷ 1730, wieder andere feste Werte wie 0,030 mm für Vollformat, was einen etwas größeren Bereich ergibt als 28,8 µm. Manche schreiben H auch ohne den Summanden f als f²/(N·c), ein Unterschied von einer Brennweite. Vergleichen Sie Rechner mit demselben Maßstab und wählen Sie „Streng“, wenn Sie große Drucke planen.

Verringert eine längere Brennweite die Schärfentiefe? ▼

Bei gleicher Entfernung und Blende ja: Die Schärfentiefe sinkt grob mit dem Quadrat der Brennweite. Am Vollformat ergibt ein 85-mm-Objektiv bei f/2,8 und 2 m Entfernung nur 8,57 cm Schärfebereich (1,96 m bis 2,04 m). Gehen Sie aber zurück, damit das Motiv gleich groß bleibt, verschwindet der Unterschied zwischen den Objektiven weitgehend: Bei gleichem Bildausschnitt bestimmen vor allem Blende und Sensorgröße die Schärfentiefe.

Wie bekomme ich eine Landschaft von vorn bis hinten scharf? ▼

Nehmen Sie ein Weitwinkel, blenden Sie auf etwa f/8 bis f/11 ab, fokussieren Sie auf die Hyperfokaldistanz und prüfen Sie, ob der Nahpunkt Ihren Vordergrund abdeckt. Vermeiden Sie sehr kleine Blenden: Bei f/22 beträgt das Airy-Scheibchen etwa 29,5 µm und ist damit schon größer als die 28,8 µm des Standards am Vollformat, die Beugung macht feine Details weicher. Liegt der Vordergrund sehr nah, hilft Geometrie allein nicht mehr, dann ist Fokus-Stacking mehrerer Aufnahmen die übliche Lösung.